Mi, 15.06.2022
18:30 Uhr

"Auftaktveranstaltung"

Vortrag für alle Interessierten

Rätselhaft und bislang unbewiesen: Die Vermutung von Birch und Swinnerton-Dyer

Vortragende: Prof. Dr. Sarah Zerbes (ETH Zürich)

Hörsaal S8 im Schloss in Münster
Schlossplatz 2, 48149 Münster
digital: Livestream via YouTube

Do, 02.06.2022
16:30 Uhr

"Auftaktveranstaltung"

Mathematischer Vortrag

Introduction to the Birch-Swinnerton-Dyer conjecture

Vortragender:  Prof. Dr. Guido Kings (Universität Regensburg)

Di, 14.06.2022
16 - 19 Uhr

"Auftaktveranstaltung"

Workshop für Schüler:innen

Findest du des Rätsels Lösung?

Do, 23.06.2022
8:15 - 10 Uhr

"Auftaktveranstaltung"

Workshop für Schüler:innen

Primzahlen, Funktionen und Codes

Leiter des Workshops: Valentin Blomer

Alfred-Philippson Hörsaal, Geographisches Institut der Universität Bonn
Meckenheimer Allee 166, 53115 Bonn

Mi, 29.06.2022
19 Uhr

"Auftaktveranstaltung"

Vortrag

Sind Primzahlen dem Zufall unterworfen?

Do, 30.06.2022
18 Uhr

"Auftaktveranstaltung"

Vortrag

Was lehrt uns die Geschichte über mathematische Probleme?

Vortragender: Norbert Schappacher


Fr, 01.07.2022
09:00-10:45 Uhr

"Auftaktveranstaltung"

Vorträge für Schüler:innen (09:00-10:45)

"P versus NP" oder 1 Million US-Dollar für einen effizienten Algorithmus

Vortragende: Martin Skutella, Sarah Morell, Kurt Mehlhorn

Fr, 01.07.2022
9:00 Uhr

"Auftaktveranstaltung"

Öffentliche Vorträge

"P versus NP", Comic-Vorstellung, KI-Kunst zum Anfassen, Decision Theatre und Journalisten-Talk

Vortragende: Prof. Dr. Martin Skutella (TU Berlin) und Prof. Dr. Kurt Mehlhorn (MPII Saarbrücken)

Fr, 01.07.2022
10:50 Uhr

"Auftaktveranstaltung"

Journalisten-Talk

Mathematik – Algorithmen – Wahrheit

Moderartion: Anna Maria Hartkopf (MIP.Lab)

Fr, 01.07.2022
14:15 Uhr

"Auftaktveranstaltung"

Mathematischer Vortrag

P versus NP (in Englisch)

Vortragende: Prof. Dr. Irit Dinur (Weizmann Institute of Science, Israel)

Fr, 01.07.2022
18 Uhr

"Auftaktveranstaltung"

Vortrag

Wo steht die mathematische Forschung?

01.07.2022, 08.07.2022 und nach individueller Abmachung

"Auftaktveranstaltung"

Workshop für Schüler:innen

Die Euler-Charakteristik und Topologie

Organisiert von Diaaeldin Taha, Anna Schilling, Alexandra Fuchs

Fr, 15.07.2022
15:30 Uhr

"Auftaktveranstaltung"

Mathematischer Vortrag (in Englisch)

Introduction to the Generalized Poincaré Conjecture

Vortragender: Prof. Dr. Markus Banagl (Universität Heidelberg)

Fr, 22.07.2022
16:30 Uhr

"Auftaktveranstaltung"

Öffentlicher Vortrag

Von Sphären, Schleifen und Flüssen: die Poincaré-Vermutung und die Form des Raums

Vortragender: Prof. Dr. Sebastian Hensel (LMU München)

Do, 22.09.2022
18 - 21:30 Uhr

"Auftaktveranstaltung"

Abendveranstaltung mit zwei Vorträgen, Poster- und Modell-Ausstellung, Live-Musik und Getränken

Mathematische Vorträge München

Vortragende: Prof. Christian Liedtke und Prof. Jürgen Richter-Gebert

Zu verstehen, was die Welt im Innersten zusammenhält, bedeutet physikalisch ein mathematisches Modell für das Verhalten von Quanten zu haben. Eine Yang-Mills-Theorie wäre ein besonders grundlegender Teil einer solchen Erklärung für die physikalische Welt. In Frage kommt eine mathematische Theorie nur dann, wenn sie bestimmte für Quanten erwartete Eigenschaften erklärt - zum Beispiel, dass es eine kleinste Masse gibt, die nicht Null ist. Das nennt man die Massenlücke. Die Anforderungen, die eine solche Theorie erfüllen muss, sind formuliert. Was bisher noch niemand geschafft hat, ist, eine solche Yang-Mills-Theorie mathematisch aufzustellen und zu beweisen.

Die Junge Akademie (Berlin)

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Kontakt

Die Junge Akademie (Berlin)
Jägerstraße 22/23
10117 Berlin
E-Mail: borchert@diejungeakademie.de

Primzahlen sind die atomaren Bausteine der Zahlen, doch ihre Eigenschaften sind schwer zu verstehen - scheinbar zufällig tauchen sie in der Reihe der natürlichen Zahlen auf. Die Riemannsche Vermutung sagt aus, dass sich ihre Verteilung jedoch zumindest statistisch erstaunlich exakt beschreiben lässt. Noch faszinierender ist allerdings die Tatsache, dass die Riemannsche Vermutung diese Aussage über Primzahlen in eine ganz andere Sprache übersetzt, nämlich in die Welt der Analysis. Die Mathematik, die in diesem Spannungsfeld entsteht, ist aus theoretischer und praktischer Sicht von fundamentaler Bedeutung.

In einer Schüler:innenveranstaltung und drei öffentlichen Vorträgen wird ein vielfältiges Panorama dieses Millennium-Problems vorgestellt. Die Vorträge am Mittwoch (29.06.2022) und Donnerstag (30.06.2022) wenden sich an ein breites Publikum; nur für den Vortrag am Freitag (01.07.2022) werden mathematische Kenntnisse vorausgesetzt.

Bonn

(c) Jürgen Vogel

Workshop für Schüler:innen

Primzahlen, Funktionen und Codes

Leiter des Workshops: Valentin Blomer

Primzahlen spielen eine fundamentale Rolle in der Mathematik. Sie sind ebenso fundamental im Alltag, auch wenn wir das nicht immer merken, denn viele kryptographische Verfahren und große Teile der Internetsicherheit basieren auf Primzahlen. Schon in der Antike war bekannt, dass es unendlich viele Primzahlen gibt, und seitdem hat sich unser Wissen stark vergrößert. Eine ganze Reihe ihrer Geheimnisse haben die Primzahlen allerdings noch nicht preisgegeben. Dazu gehört insbesondere die Riemannsche Vermutung, die eine Aussage über die Verteilung von Primzahlen macht. Dieser Kurs für interessierte Oberstufenschüler*innen führt ein in die faszinierende Welt der Primzahlen und ihrer Anwendungen.

Um den Workshop besser planen zu können, bitten wir um eine vorherige Online-Anmeldung. Lehrer:innen können hier auch komplette Schulklassen oder Kurse anmelden.

Vortrag

Sind Primzahlen dem Zufall unterworfen?

Vortragende: Damaris Schindler & Valentin Blomer

Die Geschichte der Riemannschen Vermutung beginnt mit Primzahlen, den Bausteinen der natürlichen Zahlen. Auf allgemeinverständliche Weise führt der Vortrag in die faszinierende Welt der Arithmetik ein und erläutert dabei die Riemannsche Vermutung und ihre Bedeutung innerhalb und außerhalb der Mathematik.

Im Anschluss besteht bei einem Empfang die Möglichkeit zum gegenseitigen Austausch. Um diesen Empfang besser planen zu können, bitten wir um eine vorherige Online-Anmeldung.

Vortrag

Was lehrt uns die Geschichte über mathematische Probleme?

Vortragender: Norbert Schappacher


Aus der Geschichte zu lernen ist nicht leicht. Immerhin zeigt uns die Mathematikgeschichte, dass es lange dauern kann, bis ein Problem gelöst wird. Aber was passiert in diesen Latenzzeiten? Drei Beispiele zeigen, welche typischen Rollen mathematische Probleme in der historischen Entwicklung der Mathematik spielen: Quadratur des Kreises, der sogenannte letzte Fermatsche Satz, und eben die Riemannsche Vermutung.

Im Anschluss besteht bei einem kleinen Empfang die Möglichkeit zum gegenseitigen Austausch. Um diesen Empfang besser planen zu können, bitten wir um eine vorherige Online-Anmeldung.

Vortrag

Wo steht die mathematische Forschung?

Vortragende: Damaris Schindler & Valentin Blomer

Der Vortrag bettet die Riemannsche Vermutung in einen mathematischen Kontext ein und erläutert zentrale Ideen, mit denen sich die Wissenschaft in den letzten 100 Jahren der Riemannschen Vermutung angenähert hat. Er wendet sich an ein Publikum mit mathematischen Vorkenntnissen.

Im Anschluss besteht bei einem kleinen Empfang die Möglichkeit zum gegenseitigen Austausch. Um diesen Empfang besser planen zu können, bitten wir um eine vorherige Online-Anmeldung.

Kontakt

Universität Bonn
Hausdorff Center for Mathematics
Villa Maria
Stefan Hartmann
Endenicher Allee 62
53115 Bonn
E-Mail: stefan.hartmann@hcm.uni-bonn.de

Im Zentrum des "P versus NP"-Problems stehen effiziente Algorithmen, also die Frage, wie schnell Computer bestimmte Probleme lösen können. Zur Komplexitätsklasse P gehören all jene Probleme, die sich effizient lösen lassen. Ein Beispiel ist die Berechnung eines kürzesten Weges, die unser Smartphone in Sekundenbruchteilen erledigt. Die Klasse NP umfasst darüber hinaus alle Probleme, bei denen die Gültigkeit einer gegebenen Lösung effizient überprüft werden kann. Hierzu gehört etwa das Handlungsreisendenproblem, bei dem eine kürzeste Rundreise durch mehrere Orte gesucht wird, wofür bislang kein effizienter Algorithmus bekannt ist. Das "P versus NP"-Problem fragt nach der Existenz oder Nichtexistenz eines solchen Algorithmus, was gleichbedeutend mit der Frage ist, ob P=NP gilt oder nicht.

Berlin

David von Becker

Öffentliche Vorträge

"P versus NP", Comic-Vorstellung, KI-Kunst zum Anfassen, Decision Theatre und Journalisten-Talk

Vortragende: Prof. Dr. Martin Skutella (TU Berlin) und Prof. Dr. Kurt Mehlhorn (MPII Saarbrücken)

Für alle mathematisch Interessierten, Schüler:innen (empfohlen ab Klasse 10) und Journalist:innen. Die Vorträge werden auch per Livestream übertragen. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen, entweder vor Ort oder digital.

Sprecher: Prof. Dr. Martin Skutella (TU Berlin)
Worum geht es beim Problem "P versus NP"?

Sprecher: Prof. Dr. Kurt Mehlhorn (MPII Saarbrücken)
Geschichte und Bedeutung des Problems "P versus NP"?

Journalisten-Talk: Mathematik – Algorithmen – Wahrheit
Moderation: Dr. Anna Maria Hartkopf (MIP.labor)
Im Anschluss an die einführenden Vorträge, mit Anmeldung. 

Decision Theatre: Nachhaltige Mobilität
Schule @ Decision Theatre Lab
Vorgestellt von Dr. Sarah Wolf (FU Berlin) im Anschluss an den Journalisten-Talk.

Begleitet wird das Programm von einer kleinen Ausstellung, in der man "KI-Kunst zum Anfassen" erleben und sich den (kostenlosen) Comic "Ida und der Mathe-Agent oder "Eine Geschichte vom Modellieren der Mobilität von Morgen" vom Zeichner Alberto Madrigal signieren lassen kann.

Der Eintritt ist frei. Eine Online-Anmeldung für alle Teile des Programms ist erforderlich und wird vom 16. Mai bis 12. Juni möglich sein. Lehrer:innen können auch komplette Schulklassen oder Kurse anmelden.

Veranstaltungsseite und Online-Anmeldung (16.05.-12.06.)

Journalisten-Talk

Mathematik – Algorithmen – Wahrheit

Moderartion: Anna Maria Hartkopf (MIP.Lab)

Für Journalist:innen wird eigens ein Journalist:innen-Talk mit den vortragenden Mathematikern ("P versus NP" Problem) zum Thema "Mathematik – Algorithmen – Wahrheit" angeboten. Neben der Bedeutung der Millennium-Probleme für die Mathematik geht es hier auch um grundsätzliche Fragen der Wahrheitsfindung in der Mathematik sowie Wissenschaftskommunikation generell. Moderiert wird der Talk von Dr. Anna Maria Hartkopf vom MIP.labor, einer Ideenwerkstatt für Wissenschaftsjournalismus zu Mathematik, Informatik und Physik.

Wir bitten interessierte Journalist:innen um eine Online-Anmeldung (16.05.-12.06.) auf der Veranstaltungsseite.

Vorträge für Schüler:innen (09:00-10:45)

"P versus NP" oder 1 Million US-Dollar für einen effizienten Algorithmus

Vortragende: Martin Skutella, Sarah Morell, Kurt Mehlhorn

Im Zentrum des P-NP-Problems stehen effiziente Algorithmen, also die Frage, wie schnell Computer bestimmte Probleme lösen können. Im ersten Vortrag werden Martin Skutella und Sarah Morell vom Forschungszentrum der Berliner Mathematik MATH+ das P-NP-Problem zunächst anhand anschaulicher Beispiele erläutern. Kurt Mehlhorn vom Max-Planck-Institut für Informatik wird dann im zweiten Vortrag näher auf die Geschichte und Relevanz des Problems eingehen.


10:40-12:00 Uhr
Begleitet wird das Programm von einer kleinen Ausstellung, in der man KI-Kunst zum Anfassen erleben und sich den Comic "Ida und der Mathe-Agent oder Eine Geschichte vom Modellieren der Mobilität von Morgen" vom Zeichner selbst signieren lassen kann.

Zielpublikum: empfohlen für Schüler:innen ab der 10. Klasse

Die Veranstaltung ist kostenfrei, aber eine Online-Anmeldung ist erforderlich und bis zum 12.06.2022 möglich. Schulklassen können von ihren Lehrer:innen unter Angabe der Teilnehmenden-Zahl angemeldet werden.

Weitere Informationen zum Programm und einen Link zur Anmeldung gibt es hier.

Mathematischer Vortrag

P versus NP (in Englisch)

Vortragende: Prof. Dr. Irit Dinur (Weizmann Institute of Science, Israel)

We especially invite the MATH+ community, our mathematical colleagues, and science journalists to attend the expert talk by our guest speaker Irit Dinur of the Weizmann Institute of Science, Israel. More information will follow shortly.

The lectures will also be livestreamed. Please register online from 16 May to 12 June on our event website.

Kontakt

MATH+: The Berlin Mathematics Research Center
E-Mail: p-np@mathplus.de

Wie fließt Wasser über eine Stromschnelle? Wie weht der Wind um ein Hochhaus oder wie strömt die Luft um eine Karosserie? Kann man das berechnen? Gibt es dafür ein mathematisches Grundmodell, so wie die Newtonschen Gesetze für die Bewegung von festen Körpern? Ein Grundmodell der Strömungsmechanik sind die Navier-Stokes-Gleichungen. Sie sind komplizierter als die Newtonschen Gesetze und für komplexe Anwendungen muss man sie annähern oder auf Experimente etwa im Windkanal zurückgreifen. Dennoch sind die Navier-Stokes-Gleichungen der Goldstandard, um das Strömen von viskosen Flüssigkeiten und Gasen zu beschreiben. Doch von welcher Güte ist dieses mathematische Modell? Wir wissen es (noch) nicht. Die Antwort wird jedoch nicht in einem Windkanal gefunden, sondern mit Papier und Bleistift.

Braunschweig / Hannover

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Kontakt

Technische Universität Braunschweig
Institut für Analysis und Algebra
Universitätsplatz 2
38106 Braunschweig
E-Mail: mp-orga@tu-braunschweig.de

Leibniz Universität Hannover
Fakultät für Mathematik und Physik
Appelstraße 11A
30167 Hannover

Wie eng hängen Algebra und Geometrie zusammen? Lassen sich gewisse komplexe geometrische Gebilde immer durch einfache Gleichungen beschreiben? Die Hodge-Vermutung steht an der Schnittstelle von Algebra, Geometrie und Topologie. Falls sie bestätigt wird, wäre sie ein wichtiges Bindeglied zwischen diesen Gebieten. Unter anderem würde sie einige komplexe Fragen aus der algebraischen Geometrie in gewissem Sinne "linearisieren". Wie so oft bei den Millennium-Problemen, ist die Frage für spezielle Beispiele und in kleinen Dimensionen beantwortet, im allgemeinen Fall jedoch noch offen. Dieser allgemeine Fall ist ebenso weitreichend wie beziehungsreich. Der Weg zu dessen Lösung trägt seit Jahren dazu bei, wichtige neue Theorien zu bilden.

München

Abendveranstaltung mit zwei Vorträgen, Poster- und Modell-Ausstellung, Live-Musik und Getränken

Mathematische Vorträge München

Vortragende: Prof. Christian Liedtke und Prof. Jürgen Richter-Gebert

Poster- und Modellausstellung

18:00 Uhr
Mathematische Probleme

Poster, historische Modelle und hands-on Exponate geben einen Einblick in die Begriffswelt der mathematischen Vermutungen und insbesondere der Hodge-Vermutung.

Live-Musik

18:00 Uhr
HEY HÄNS

Das Trio aus den Musiker*innen Häns Czernik (Gitarre und Gesang), Sandra Rieger (Violine), Anne Stehrer (Bass) begleitet die Veranstaltung musikalisch.

Öffentliche Vorträge

19:00 Uhr

Mathematiker und ihre Probleme
Vortragender Jürgen Richter-Gebert:

Echte Mathematiker*innen scheuen sich nicht vor Herausforderungen. Im Gegenteil: Je schwieriger ein Problem scheint, umso attraktiver ist es. Denn dann ist es besonders reizvoll, dessen Lösung herauszufinden. Dies gilt nicht nur für Denksportaufgaben und Knobelspiele, sondern insbesondere auch für Fragen der mathematischen Grundlagenforschung.

Der Vortrag beleuchtet, wie und warum harte Probleme oft zum Motor für neue Entwicklungen in der Mathematik werden und manchmal sogar über Generationen von Mathematiker*innen hinweg ganze Forschungsrichtungen bilden. Er nimmt die Zuhörer mit auf einen bunten Streifzug durch einige der sieben Millenniumsprobleme – für deren Lösung jeweils eine Million Dollar ausgelobt wurde – und die klassischen Hilbertschen Probleme von 1900. Dabei zeigt er, wie unterschiedlich Lösungen aussehen und wie hartnäckig manche Probleme sich einer Lösung entziehen können, welche menschlichen Tragödien manchmal mit der Suche nach Lösungen verbunden sind und wie die Probleme die Mathematik als Ganzes voranbringen. Zahlreiche Visualisierungen und Software-Demonstrationen begleiten den Vortrag.

Die Hodge Vermutung
Vortragender Christian Liedtke:

Um wie viel ist eine beliebige Kurve komplizierter als eine Gerade? Im 20. Jahrhundert hat die Mathematik Techniken entwickelt, um sich der Antwort anzunähern: Jedem geometrischen Objekt wird ein lineares Objekt zugeordnet – etwa einer Kurve eine Gerade oder sogar eine Ebene. Bei diesem Linearisierungsprozess geht sehr viel geometrische Information verloren. Oder vielleicht doch nicht? Geht nur Unwesentliches verloren?

Die Hodge-Vermutung besagt, dass der geometrische Informationsverlust in einem gewissen Sinne minimal sein sollte. Sie ist benannt nach dem britischen Mathematiker William Hodge (1903 -1975). Seine Vermutung – so sie sich irgendwann als wahr herausstellen sollte – hat tiefe und weitreichende Konsequenzen für die Mathematik: sowohl in der Geometrie als auch in Hinblick auf die immer noch mysteriöse Theorie der Kategorie der Motive.

Christian Liedtke stellt in seinem Vortrag Kurven und Flächen im Raum vor, und welche linearen Objekte ihnen zugeordnet werden. Schließlich erklärt er, was die Hodge-Vermutung in diesen Fällen voraussagt, und dass sie bei diesen Beispielen richtig ist. Dabei wird klar, dass es gar nicht so leicht ist, sie explizit zu verifizieren, geschweige denn, Muster zu sehen, die den Weg zu einem allgemeinen Beweis weisen könnten.

Im Anschluss an den jeweiligen Vortrag ist Zeit für Fragen und Diskussionen.

Kontakt

München (TUM)

Technische Universität München
Fakultät für Mathematik
Barbara Kraus
Boltzmannstraße 3
85748 Garching bei München
E-Mail: barbara.kraus@tum.de

Die Poincaré-Vermutung beschäftigt sich mit der Form und der Struktur dreidimensionaler Räume. Während die Form und Struktur zweidimensionaler Räume Anfang des 20. Jahrhunderts unter anderem von dem Mathematiker Henri Poincaré vollständig beschrieben wurde, blieb die Frage in drei Dimensionen für fast ein Jahrhundert ungelöst. Henri Poincaré hatte 1904 vermutet, dass jeder endliche dreidimensionale Raum ohne Rand, auf dessen Oberfläche sich jede Kurve kontinuierlich zu einem Punkt zusammenziehen lässt, die Form einer dreidimensionalen Sphäre haben muss. Gelöst wurde diese Vermutung im Jahre 2003 von G. Perelman, der nicht nur die Poincaré-Vermutung, sondern sogar die im Jahre 1980 formulierte Geometrisierungsvermutung von William Thurston bewies, die eine vollständige Beschreibung der Form und Struktur endlicher dreidimensionaler Räume gibt. Die Poincaré-Vermutung ist bislang das einzige gelöste Millenium-Problem.

Heidelberg

Dr. Denis Vogel

Öffentlicher Vortrag

Von Sphären, Schleifen und Flüssen: die Poincaré-Vermutung und die Form des Raums

Vortragender: Prof. Dr. Sebastian Hensel (LMU München)

Es ist anschaulich klar, dass man die Oberfläche einer Kugel nicht (ohne zu schneiden oder zu reißen) in einen Donut verformen kann. Immerhin hat letzterer ein Loch, und die Kugeloberfläche hat keins. Schon lange wussten Mathematiker, dass die Kugeloberfläche die einzige geschlossene Fläche ist, die kein Loch hat. Die Poincaré-Vermutung fragt, ob man eine dreidimensionale Sphäre — also den Rand einer vierdimensionalen Kugel — auch daran erkennen kann, dass sie "kein Loch hat". Diese vielleicht einfach klingende Frage hat Mathematiker für fast hundert Jahre beschäftigt und wurde erst Anfang des 21. Jahrhunderts geklärt. In diesem Vortrag werde ich einen Überblick über die Geschichte und Bedeutung dieses Problems geben und dabei auch einen verständlichen ersten Einblick in die Topologie bieten: den Teilbereich der Mathematik, der sich mit den Formen von Räumen beschäftigt.

Anschließende Veranstaltungen:

  • offenes Labor des Heidelberg Experimental Geometry Lab mit Visualisierungen und Anschauungsobjekten rund um das Thema Geometrie und Topologie
  • Gesprächsmöglichkeiten mit dem Sprecher und weiteren wissenschaftlichen Experten bei Snacks und Getränken

Der Vortrag und die anschließende Veranstaltung richtet sich an die breite Öffentlichkeit und Schüler:innen ab der Oberstufe. Jede:r ist herzlich eingeladen, vorbeizuschauen. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Mathematischer Vortrag (in Englisch)

Introduction to the Generalized Poincaré Conjecture

Vortragender: Prof. Dr. Markus Banagl (Universität Heidelberg)

Dauer: ca. 60 Minuten

Der Vortrag richtet sich an Studierende der Mathematik ab dem ersten Semester, Wissenschaftler:innen und die mathematisch interessierte Öffentlichkeit. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Workshop für Schüler:innen

Die Euler-Charakteristik und Topologie

Organisiert von Diaaeldin Taha, Anna Schilling, Alexandra Fuchs

Die Poincaré-Vermutung handelt von einem 3-dimensionalen Objekt im 4-dimensionalen Raum. Das ist selbst für Mathematikerinnen und Mathematiker nur schwer vorstellbar. Aber 2-dimensionale Objekte im 3-dimensionalen Raum können wir uns gut vorstellen und sogar anfassen. Wir wollen gemeinsam mit euch anhand der Eulerschen Polyederformel und der noch allgemeineren Euler-Charakteristik die Besonderheiten der Topologie entdecken und begreifen. Dabei wird gebaut, gerätselt und bewiesen. Für Snacks und Getränke ist natürlich gesorgt.

Dauer: etwa 2 Stunden

Zielpublikum: Schülerinnen und Schüler (einzeln oder als Klasse), ab Jahrgangsstufe 9

Anmeldung zum Workshop

Kontakt

Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg
Mathematisches Institut
Im Neuenheimer Feld 205
69120 Heidelberg
E-Mail: mathfest@mathi.uni-heidelberg.de

Die Vermutung von Birch und Swinnerton-Dyer ist eines der berühmtesten offenen Probleme der Zahlentheorie. Es geht um eine Klasse kubischer Gleichungen, die in der Mathematik und auch für Anwendungen in der Kryptografie sehr wichtig sind: die elliptischen Kurven. Nach einem Satz von Mordell kann man mithilfe von Symmetrien aus nur endlich vielen Fundamental-Lösungen alle anderen rationalen Lösungen erzeugen. Laut der BSD-​Vermutung ist die geheimnisvolle Anzahl der benötigten Fundamental-Lösungen gleichzeitig die Rate, mit der eine gewisse analytische Funktion - die L-Funktion der elliptischen Kurve - an einer bestimmten Stelle verschwindet. Falls die BSD-Vermutung richtig ist, würde sie also erlauben, mithilfe einer ganz anderen mathematischen Theorie, nämlich der Analysis des Unendlichen, das ursprüngliche zahlentheoretische Problem zu lösen.

Münster

WWU – Jan Lehmann

Vortrag für alle Interessierten

Rätselhaft und bislang unbewiesen: Die Vermutung von Birch und Swinnerton-Dyer

Vortragende: Prof. Dr. Sarah Zerbes (ETH Zürich)

Die Vermutung von Birch und Swinnerton-Dyer ist eines der geheimnisvollsten ungelösten Probleme in der Zahlentheorie. Prof. Dr. Sarah Zerbes nimmt das Publikum mit auf eine Zeitreise: Sie spricht über die Zusammenhänge zwischen kongruenten Zahlen und elliptischen Kurven, über die überraschenden Entdeckungen von Fibonacci und Fermat, über die langwierigen numerischen Experimente der britischen Mathematiker Bryan Birch und Peter Swinnerton-Dyer in den 1970er Jahren und über weitreichende Entdeckungen aus der neueren Forschung - die diese Vermutung aber immer noch nicht vollständig beweisen.

Der Vortrag findet im Hörsaal S8 im Schloss statt und wird per Livestream übertragen. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen.

Anschließend Empfang in der Orangerie des Botanischen Gartens. Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Mathematischer Vortrag

Introduction to the Birch-Swinnerton-Dyer conjecture

Vortragender:  Prof. Dr. Guido Kings (Universität Regensburg)

A key problem in Arithmetic Geometry is to find and describe the solutions of polynomial equations in number fields like Q. This very difficult problem can be solved completely only in very special cases. Research has therefore turned to qualitative statements like the Birch-Swinnerton-Dyer conjecture for elliptic curves. This conjectural formula from 1960s relates the solutions of the equations defining an elliptic curve to the special value of its L-function and can be seen as a very sophisticated local-global principle. Much research was devoted to this conjecture and many important concepts in number theory were invented to tackle it. Nowadays, the Birch-Swinnerton-Dyer conjecture is a special case of the Bloch-Kato conjecture, which predicts similar formulas for all varieties over number fields. In this talk we will give a gentle introduction to the Birch-Swinnerton-Dyer-conjecture for a general mathematical audience. We will also survey some of the results obtained in the direction of this conjecture.

Workshop für Schüler:innen

Findest du des Rätsels Lösung?

Wusstest du, dass man mit einem einzigen mathematischen Beweis eine Million Dollar verdienen kann? Es geht dabei um die sieben wichtigsten ungelösten mathematischen Probleme, die sogenannten Millennium-Probleme. Bei diesem Workshop kannst du mehr darüber erfahren - und dich anschließend in kleinen Teams an abwechslungsreichen und kniffligen Knobelaufgaben versuchen. Die Million gibt es zwar bei uns nicht zu gewinnen, aber kleine Preise für alle Teilnehmenden und viel Spaß sind garantiert!

Der Workshop ist kostenfrei. Für Snacks und Getränke ist gesorgt. Eine Online-Anmeldung ist erforderlich.

Workshop für Schüler:innen der Jahrgangsstufe 7 bis 9

Kontakt

Westfälische Wilhelms-Universität Münster
Exzellenzcluster Mathematik Münster
Einsteinstraße 62
48149 Münster
E-Mail: mathematics.muenster@uni-muenster.de